Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt

Propf, Robert [Plastik]

    Typ:
    Nachlassverzeichnis

    Land:
    Deutschland
    Weitere Adresse:
    Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.
    Große Klausstraße 6
    06108 Halle (Saale)
    Telefon:
    0345-202 68 21
    Fax:
    0345-478 99 23
    E-Mail:
    nachlass@bbk-sachsenanhalt.de
    Kontaktperson(en):
    Dr. Ruth Heftrig | Geschäftsführerin BBK Sachsen-Anhalt
    Öffnungszeiten:
    Mo 10.00 - 14.00 Uhr, Di + Mi 12.00 - 16.00 Uhr
    Beschreibung:
    Das Verzeichnis der plastischen Werke/Skulpturen von Robert Propf entstand 2020 im Rahmen des Projekts "Pilotverzeichnisse der Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt" des Kulturwerks des BBK Sachsen-Anhalt e.V. Es wurde erstellt von Sven Pabstmann, Halle (Saale). Die Auswahl der Werke beruht auf der Sichtung des umfangreichen Nachlassbestandes im Original. Ausgewählt wurden schließlich 21 Werke, die Propfs Hauptschaffensphase von der Mitte der 1940er bis zum Ende der 1960er Jahre dokumentieren. Häufig handelt es sich bei den kleinformatigen Figuren um Gipsmodelle für später in größerem Maßstab ausgeführte Skulpturen, aber auch mehrere autonome Werke befinden sich darunter, in denen Propf u.a. Eindrücke seiner Reisen in den Nahen und Fernen Osten verarbeitet hat.

    Das Œuvre des Köthener Bildhauers Robert Propf (1910–1986) beinhaltet neben zahlreichen autonomen grafischen Arbeiten vor allem monumentale Denkmalplastik, Bauplastik und -ornamentik, Grabmal- und Brunnenplastik, Porträtplastik, Plaketten und Medaillen, Sgraffiti, Mosaike und Scagliola sowie sakrale Kunst wie Glasbildfenster und Kirchenmöbel. Propf hat in Holz, Messing, Kupfer, Terrakotta und Stein sowie mit Bronze, Eisen und Kunststein gearbeitet. Das bildhauerische Gesamtschaffen Propfs umfasst etwa 1.300 Werke. Sein Nachlass befindet sich in Familienbesitz und umfasst heute noch etwa 60 Plastiken (Gipsmodelle), 90 Plaketten und ca. 1.800 Zeichnungen. Der Nachlass gelangte nach mehreren Ortswechseln, durch die es zu Beschädigungen an den Skulpturen und auch Verlusten gekommen ist, schließlich nach Dessau-Mosigkau, wo er seit etwa 10 Jahren in einem separaten Raum auf dem Grundstück einer Enkelin des Bildhauers untergebracht ist. Eine wichtige Grundlage für die Bearbeitung des Nachlasses bildete neben alten Ausstellungskatalogen und dem Bildarchiv Propfs, in dem der Bildhauer sämtliche Arbeiten seit den späten 1920er Jahren nahezu lückenlos fotografisch dokumentiert hat, das von der Kunsthistorikerin Claudia Bergner-Jenkner M.A. im Rahmen ihrer Magisterarbeit (2001) erstellte Werkverzeichnis. Auf dieser Basis und durch die Sichtung des Nachlassbestandes wurde für die Einspeisung in die Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt eine Auswahl von insgesamt 62 Werken getroffen. Das Hauptaugenmerk ist dem Schwerpunkt von Propfs Schaffen folgend ausschließlich auf die Bildhauerwerke aus den frühen 1940er Jahren bis um das Jahr 1980 gerichtet. Das umfangreiche Zeichnungskonvolut (1.800 Handzeichnungen) blieb hierbei unberücksichtigt, da die Sichtung und Bearbeitung des weitgehend unerschlossenen Bestandes vom Bearbeiter als zu zeitaufwendig eingestuft wurde.

    Werke


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